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Mit Vorsorge Krebsrisiko entgegenwirken

Anlässlich des Darmkrebsmonats ruft die Kärntner Gebietskrankenkasse die Bedeutung von Vorsorgemaßnahmen ins Bewusstsein. 


Wer sich fit und wohl fühlt, schenkt oft der eigenen Gesundheit zu wenig Beachtung. Risikofaktoren für Krebserkrankungen werden vielfach unterschätzt und Symptome nicht wahrgenommen. Vorsorgeuntersuchungen, Früherkennungsmaßnahmen sowie ein gesunder Lebensstil können Krebs entgegenwirken.


„Der Dickdarmkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen. Jährlich kommt es in Österreich zu ca. 5000 Neuerkrankungen. Für die Betroffenen bedeutet dies einschneidende Veränderungen in ihrem Leben. Hier ist allerdings zu erwähnen, dass der Darmkrebs zu einem hohen Prozentsatz verhindert werden kann, vorausgesetzt man unterzieht sich einer Darmkrebsvorsorgeuntersuchung. Mit dieser können Krebsvorstufen (Polypen) rechtzeitig erkannt und auch entfernt werden“, betont Prim. Dr. Wilfried Peterz, Leiter des Internen Ambulatoriums der Kärntner Gebietskrankenkasse. „Erwähnenswert ist auch der Umstand, dass Darmkrebs im Frühstadium keinerlei Symptome verursacht. Der Appetit ist ungestört, das Körpergewicht konstant, das Stuhlverhalten vollkommen normal“, erklärt Peterz. Die Coloskopie-Vorsorgeuntersuchungen werden im Internen Ambulatorium der KGKK sowie bei einigen niedergelassenen Fachärzten (Innere Medizin und Chirurgie) durchgeführt. „Bei unauffälligem Befund und bei Beschwerdefreiheit ist diese Untersuchung danach nur alle sieben bis zehn Jahre erforderlich. Jährlich sollte jedoch ab dem 50. Lebensjahr eine Untersuchung des Stuhles auf Blut erfolgen (Haemofec, Haemoccult)“, informiert Peterz. „Die Vorsorgeuntersuchung kann kostenfrei einmal pro Jahr von allen Pflichtversicherten ab dem 18. Lebensjahr mit Wohnsitz im Inland und Personen ohne gesetzliche Pflichtversicherung in Anspruch genommen werden. Aber auch berufstätige Jugendliche im Alter zwischen dem 15. und 18. Lebensjahr können einmal im Jahr die kostenlose Jugendlichenuntersuchung nutzen“, erläutert KGKK-Direktor Dr. Johann Lintner. 


Eine zentrale Rolle im Zusammenhang mit Darmkrebsvorsorge spielt auch der Lebensstil: „Ein regelmäßiger Alkohol- und Nikotinkonsum sowie eine ballaststoffarme und fettreiche Ernährung mit viel Wurst, tierischen Fetten, Mayonnaise, Weißgebäck, Fast Food, Süßigkeiten, Mehlspeisen und  Knabbergebäck (die sogenannte ‚western style diet‘) erhöhen das Darmkrebsrisiko“, erklärt KGKK-Diätologin Astrid Hutter. Eine vorbeugende Wirkung hat hingegen eine ausgewogene Ernährung. „Dazu gehören eine ballaststoffreiche Kost, dreimal täglich Gemüse und zweimal täglich Obst bzw. Hülsenfrüchte, Gewürze und Kräuter, ein bis zweimal pro Woche Fisch und täglich Milchprodukte“, so die Diätologin. Wichtig sei außerdem Bewegung, insbesondere im Freien, da es dadurch zu einer vermehrten Produktion von Vitamin D im Körper komme.


Krebsstatistik Kärnten:In Kärnten erkrankten im Jahr 2017 rund 7.485 KGKK-Versicherte an Krebs. Die häufigste Krebsart bei Männern ist der Krebs des Darmes (419 Fälle) und der Verdauungsorgane (352 Fälle), gefolgt von bösartigen Neubildungen der männlichen Genitalorgane (303 Fälle). Der Brustkrebs gehört bei Frauen nach wie vor zu den häufigsten Krebserkrankungen in Kärnten (576 Fälle). Weitere häufig vorkommende Krebsarten der weiblichen KGKK-Versicherten sind aber auch der Darmkrebs (409 Fälle) und bösartige Neubildungen der Verdauungsorgane (253 Fälle). 


Vorsorgeverhalten der Kärntnerinnen und Kärntner Im Jahr 2016 haben in Kärnten rund 126.210 Personen an einer Vorsorgeuntersuchung teilgenommen. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass der Anteil der Frauen mit rund 77.708 deutlich höher als jener der Männer (48.502) ist. Zugleich nimmt die Anzahl der Vorsorgeuntersuchungen in Kärnten von Jahr zur Jahr zu. 

Weiterführende Informationen können über die KGKK-Homepage unter  linkwww.kgkk.at/vorsorge abgerufen werden.