DRUCKEN

Vorsorge als Mittel im Kampf gegen Krebs

Im Rahmen des jährlichen Weltkrebstages am 4. Februar 2018 möchte die Kärntner Gebietskrankenkasse die Bedeutung von Vorsorgemaßnahmen erneut ins Bewusstsein der Kärntner Bevölkerung rufen. 


Wer sich grundsätzlich fit und agil fühlt, schenkt der eigenen Gesundheit oft nur wenig Beachtung, und Risikofaktoren für Krebserkrankungen werden vielfach unterschätzt und Symptome nicht wahrgenommen. Eine Vorsorge in Form der jährlichen Vorsorgeuntersuchung, die Teilnahme an Früherkennungsmaßnahmen, aber auch ein gesunder Lebensstil kann in vielen Fällen entgegenwirken. 

In Österreich erkrankten im Vorjahr rund 39.000 Menschen an Krebs, doch viele Krebserkrankungen sind durch eine entsprechende Vorsorge vermeidbar bzw. frühzeitig erkennbar. „Zu diesen Krebserkrankungen zählen beispielsweise der Darmkrebs, welchem man durch die jährliche Koloskopie ab dem 50. Lebensjahr entgegenwirken kann oder der Gebärmutterhalskrebs, welcher durch einen Krebsabstrich aber auch durch die HPV-Impfung vermeidbar ist“, erklärt Prim. Dr. Wilfrid Peterz, ärztlicher Leiter des Internen Ambulatoriums der Kärntner Gebietskrankenkasse. „Die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken hängt aber auch vom individuellen Lebensstil jedes Einzelnen ab. Persönliche Risikofaktoren wie beispielsweise der Alkoholkonsum, die Ernährung und das Rauchverhalten spielen eine wesentliche Rolle“, betont Prim. Dr. Peterz. „Die tägliche Einnahme von fünf Obst- und Gemüseportionen kann sich durch die ausreichend enthaltenden Vitamine und Mineralstoffe positiv auf den Körper auswirken. Insbesondere antioxidative Vitamine wie beta-Carotin (z.B. Karotten), Vitamin C (z.B. Paprika, Zitrusfrüchte, Brokkoli) und E aber auch sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe tragen dazu bei, Entzündungen im Körper zu hemmen und krebserregende Stoffe abzubauen“, erklärt KGKK-Ernährungsberaterin Elisa Casadio, BSc. „Eine Einschränkung kalorienreicher Nahrungsmittel mit hohem Fett- und Zuckergehalt, die Vermeidung von zuckerhaltigen Getränken, aber auch die Reduzierung des Salzkonsums sind wertvolle Tipps, um das Krebsrisiko zu reduzieren“, ergänzt Prim. Dr. Peterz. Wie wichtig dieses Thema ist, zeigen aktuelle Krankheitszahlen:

Krebsstatistik Kärnten:
In Kärnten erkrankten im Jahr 2017 rund 7.485 KGKK-Versicherte an Krebs. Die häufigste Krebsart bei Männern ist der Krebs des Darmes (419 Fälle) und der Verdauungsorgane (352 Fälle), gefolgt von bösartigen Neubildungen der männlichen Genitalorgane (303 Fälle). Der Brustkrebs gehört bei Frauen nach wie vor zu den häufigsten Krebserkrankungen in Kärnten (576 Fälle). Weitere häufig vorkommende Krebsarten der weiblichen KGKK-Versicherten sind aber auch der Darmkrebs (409 Fälle) und bösartige Neubildungen der Verdauungsorgane (253 Fälle). 

Vorsorgeverhalten der Kärnterinnen und Kärntner 
Im Jahr 2016 haben in Kärnten rund 126.210 Personen an einer Vorsorgeuntersuchung teilgenommen. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass der Anteil der Frauen mit rund 77.708 deutlich höher als jener der Männer (48.502) ist. Zugleich nimmt die Anzahl der Vorsorgeuntersuchungen in Kärnten von Jahr zur Jahr zunimmt. 

Vorsorge gegen Krebs
Es gibt zahlreiche wirksame Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Früherkennung von Krebs. Dazu zählen unter anderem das österreichische Brustkrebs Früherkennungsprogramm „früh erkennen“, die Vorsorgeuntersuchung, die Jugendlichenuntersuchung, die jährliche Hautschutzkampagne der KGKK und vieles mehr. Insbesondere die Vorsorgeuntersuchung ist der Kärntner GKK ein Anliegen. 

„Die Vorsorgeuntersuchung kann kostenfrei einmal pro Jahr von allen Pflichtversicherten ab dem 18. Lebensjahr mit Wohnsitz im Inland und Personen ohne gesetzliche Pflichtversicherung in Anspruch genommen werden. Aber auch berufstätige Jugendliche im Alter zwischen dem 15. und 18. Lebensjahr können einmal im Jahr die kostenlose Jugendlichenuntersuchung nutzen“, erklärt KGKK-Direktor Dr. Johann Lintner. 


Die Vorsorgeuntersuchung wird häufig bei bereits vorhanden Beschwerden und Erkrankungen in Anspruch genommen. Es handelt sich jedoch hierbei nicht um eine klassische Abklärungsuntersuchung, sondern soll von Personen in Anspruch genommen werden, die grundsätzlich gesund sind. Die Vorsorgeuntersuchung sollte im Idealfall das positive Gesundheitsbild der Patientinnen und Patienten bestätigen bzw. gesundheitliche Probleme frühzeitig erkennen, sodass bestmögliche Therapien erfolgen können. 

Die Vorsorgeuntersuchung kann einerseits im Internen Ambulatorium der Kärntner Gebietskrankenkasse oder bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten (Allgemeinmedizin, Innere Medizin, Lungenheilkunde) durchgeführt werden. Sie umfasst Untersuchungen, die auf den jeweiligen Lebensabschnitt der Menschen abgestimmt sind und den vorhandenen Risikofaktoren entsprechen. Die Hauptziele der Vorsorgeuntersuchung sind einerseits die Reduktion jener Risikofaktoren, die durch geeignete Änderungen im Lebensstil beeinflussbar sind, und anderseits schnelleres Erkennen von Krankheiten, um bessere Heilungschancen zu erreichen. 

Weiterführende Informationen können über die KGKK-Homepage unter  linkwww.kgkk.at/vorsorge abgerufen werden.