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Kinder und Enkel über 18


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Kinder und Enkel über 18

71887.JPG Kinder und Enkelkinder gelten höchstens bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres als Angehörige, wenn und so lange sie sich (auch im Ausland) in einer Schul- oder Berufsausbildung befinden, die ihre Arbeitskraft überwiegend beansprucht. Als Nachweis gelten für Schüler und Schülerinnen die Schulbesuchsbestätigung und für Studenten und Studentinnen die Inskriptionsbestätigung sowie der Bezug von Familienbeihilfe nach dem Familienlastenausgleichsgesetz. Unvorhergesehene oder unabwendbare Ereignisse können zu einer Verlängerung der Anspruchsdauer auf Familienbeihilfe und damit der Mitversicherung führen.

Als solche Ereignisse gelten:

  • Erkrankungen über 3 Monate, durch die der Student oder die Studentin wesentlich am Studium behindert ist (Fachärztliches Attest).

  • Behinderungen im Studien- und Prüfungsbetrieb, die es dem einzelnen oder der einzelnen Studierenden ohne sein oder ihr Verschulden unmöglich machen, den Studienabschnitt in der vorgesehenen Zeit zu absolvieren (Bestätigung der Universität).

Sollte im Einzelfall kein Studienerfolg vorliegen, besteht für den/die Studierende/n bis zur Erreichung eines solchen die Möglichkeit, eine Studentenversicherung abzuschließen. Diese Studentenversicherung steht auch jenen Studierenden offen, die das 27. Lebensjahr vollendet haben.

Hinweis: Der/Die Versicherte muss einmal jährlich von sich aus bei der Kärntner Gebietskrankenkasse die beitragsfreie Mitversicherung für seine/ihre Kinder (nur über dem 18. Lebensjahr) beantragen!

Wird für das Kind Familienbeihilfe bezogen, ist eine Meldung an die Kasse nicht erforderlich.

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Erwerbslosigkeit

Kinder und Enkel bleiben nach Vollendung des 18. Lebensjahres bzw. nach Beendigung der Schul- oder Berufsausbildung bzw. des Studiums für die Dauer von 24 Monaten anspruchsberechtigt, wenn sie erwerbslos sind (die Erwerbslosigkeit ist auch bei einem Einkommen bis zur Geringfügigkeitsgrenze gegeben).

Die Anspruchsdauer von 24 Monaten wird durch die Aufnahme einer vorübergehenden versicherungspflichtigen Tätigkeit des Angehörigen nicht verlängert.

Für die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen ist ein Nachweis über die Beendigung der Schul- oder Berufsausbildung bzw. des Studiums und eine Erklärung des Versicherten betreffend die Erwerbslosigkeit des Angehörigen (eigenes Formblatt liegt bei der Kasse auf) erforderlich.

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Erwerbsunfähigkeit

Kinder und Enkel gelten als anspruchsberechtigte Angehörige, wenn und solange sie seit der Vollendung des 18. Lebensjahres oder seit dem Ablauf der Schul- oder Berufsausbildung bzw. des Studiums infolge Krankheit bzw. körperlicher oder geistiger Gebrechen erwerbsunfähig sind. Die Voraussetzung der Erwerbsunfähigkeit des Kindes wird in der Regel in Abständen von fünf Jahren anhand eines aktuellen ärztlichen Befundberichtes geprüft.

Die Mitversicherung wegen Erwerbsunfähigkeit ist auch über das 27. Lebensjahr des Kindes möglich.