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Ärztliche Versorgung in Kärnten gesichert

Die Kärntner GKK hat gemeinsam mit dem Roten Kreuz sowie der Ärztekammer Kärnten den Bereitschaftsdienst in Kärnten auf neue „Beine“ gestellt und ist somit in der Lage die Versorgung der PatientInnen zu sichern.


Schwierigkeiten in der Nachbesetzung von Planstellen sowie von Bereitschaftsdiensten und die Altersstruktur der ÄrztInnen stellen einige Bundesländer vor große Herausforderungen. In Kärnten gelang es bisher nahezu alle Planstellen zeitnah nach zu besetzen als auch den Bereitschaftsdienst flächendeckend zu gewährleisten. Um dem österreichweiten Trend rechtzeitig entgegen zu wirken haben sich die Kärntner Gebietskrankenkasse gemeinsam mit dem Roten Kreuz sowie der Ärztekammer Kärnten zu einem neuen Bereitschaftsmodell am Wochenende (Samstag, Sonntag und Feiertag) bekannt. „Unser oberstes Ziel in Hinblick auf den ‚Bereitschaftsdienst neu‘ war es, die ärztliche Versorgung in Kärnten zu sichern. Durch das gemeinschaftliche Agieren aller Partner, konnten wir dies für die PatientInnen auch umsetzen“, erklärt KGKK-Obmann Georg Steiner, MBA. 


Für die Akutversorgung am Wochenende wird der Bereitschaftsdienst von 07:00 bis 19:00 Uhr durch KassenärztInnen für Allgemeinmedizin abgedeckt. In der Zeit von 19:00 Uhr bis 07:00 Uhr ist die ärztliche Versorgung durch einen Telefonarzt sowie durch das Rote Kreuz gesichert. Mit der kompetenten Beratung des Telefonarztes (141) können zahlreiche gesundheitliche Anfragen und Probleme vorab gelöst, etwaige Ambulanzbesuche reduziert und somit auch Kosten gespart werden. Der Telefonarzt ist daher für den Zeitraum von 19:00 Uhr bis 07:00 Uhr die Erstanlaufstelle für medizinische Anfragen. 


„Die Unterstützung des Bereitschaftsdienstes durch die Leitstelle des Roten Kreuzes unter der Telefonnummer 141 hat sich bereits unter der Woche bewährt. Aus diesem Grund wird das Service des Telefonarztes auch in der Nacht am Wochenende ausgeweitet“, erklärt Dr. Peter Ambrozy, Präsident Rotes Kreuz.


„Mit dieser neuen Systematik nehmen Kärntner HausärztInnen ihre Verpflichtung der Patientenbetreuung in einer verantwortungsvollen Weise wahr. Durch die damit bewirkte Minderung der Belastungssituation, werden PatientInnen somit montags von ausgeruhten ÄrztInnen bestmöglich versorgt“, so Dr. Maria Korak-Leiter, 1. Kurienobmann-Stellvertreterin der Ärztekammer Kärnten.


„Ziel des neuen Modells ist ein effizienter Einsatz ärztlicher Arbeitskraft bei guter Versorgungsqualität für die Menschen. Eine solche Organisation hat sich bereits in einigen anderen Bundesländern bewährt. Zudem ist dies eine weitere Maßnahme, um die Attraktivität der Allgemeinmedizin insbesondere im ländlichen Raum zu erhöhen und die hausärztliche Versorgung in den Regionen für die Zukunft sicher zu stellen“, erklärt KGKK-Direktor Dr. Johann Lintner.


Darüber hinaus wird aktuell die „Gesundheitsberatung 1450“ österreichweit ausgerollt. Ende 2019 soll dieses Modell zur weiteren Unterstützung in der ärztlichen Versorgung in Kärnten implementiert werden. Mit diesem zusätzlichen Service erhalten PatientInnen rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche die Möglichkeit, bei gesundheitlichen Problemen anzurufen und bekommen eine validierte Behandlungsempfehlung. „Im Zuge der Einführung dieses telefon- und webbasierten Erstkontakt- und Beratungsservices können die bestehenden Versorgungssysteme noch weiter optimiert werden“, ergänzt Steiner.