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7,1 Millionen Euro für Kärntner Gesundheitsversorgung bis 2020

Die Kärntner Gebietskrankenkasse präsentierte heute in einer Pressekonferenz gemeinsam mit der Ärztekammer für Kärnten und dem Land Kärnten aktuelle Pläne für den Ausbau der Gesundheitsversorgung bis 2020.


Die demografische Entwicklung in Kärnten stellt das Gesundheitssystem vor neue Fragestellungen, und die stetig steigende Lebenserwartung erfordert laufende Verbesserungen in der medizinischen Versorgung. „Kärnten bietet der Bevölkerung bereits eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung. Um diese nachhaltig für die Zukunft zu sichern und zu optimieren, bedarf es einer gemeinsamen Anstrengung aller Beteiligten“, betont KGKK-Obmann Georg Steiner, MBA. 


„Eines der wichtigsten Ziele muss es sein, die Allgemeinmedizin im ländlichen Bereich zu stärken und die PatientInnen-Nähe in den Kärntner Regionen zu gewährleisten. Um dies zu erreichen sollte der Landarztberuf mit entsprechenden Anreizen attraktiver gemacht werden“, sagt KGKK-Direktor Dr. Johann Lintner in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Ärztekammer für Kärnten und dem Land Kärnten. Die Kärntner Gebietskrankenkasse plant gemeinsam mit der Ärztekammer eine Reihe von Maßnahmen um auf aktuelle Herausforderungen im Gesundheitswesen zu reagieren. 


In die Stärkung der Landmedizin wird die Kärntner Gebietskrankenkasse in Summe € 2,3 Millionen investieren. Für AllgemeinmedizinerInnen im ländlichen Bereich sind unter anderem finanzielle Anreize vorgesehen. In diesem Zusammenhang erfolgt eine zusätzliche Abgeltung im Rahmen einer „Erschwerniszulage“ in Summe von rund € 400.000. Dieser Beitrag soll eine zusätzliche Unterstützung für LandärztInnen darstellen. Eine weitere Maßnahme dieses Drei-Jahrespaketes ist die Entwicklung eines neuen Honorierungsmodells im Ausmaß von € 1,2 Millionen. „Durch die Entwicklung des neuen Honierungsmodells wird das persönliche Engagement der ÄrztInnen besser abgegolten. Mit dem Schulterschluss zwischen Ärztekammer und Kärntner Gebietskrankenkasse gelingt es, ein noch besser auf die Bedürfnisse der Versicherten abgestimmtes Angebot zu Verfügung zu stellen“, betont Dr. Petra Preiss, Präsidentin der Ärztekammer für Kärnten. Für die Schaffung neuer Kassenplanstellen in der Allgemeinmedizin sollen rund € 700.000 aufgewendet werden. „Die Stärkung der Landmedizin und die damit verbundene geplante Ausweitung der Kassenplanstellen ist ein wichtiger Schritt die medizinische Gesundheitsversorgung im ländlichen Bereich zu gewährleisten. Daher ist es essenziell, dass alle Akteure des Gesundheitssektors an einem Strang ziehen“, ergänzt Dr. Wilhelm Kerber, 1. Vizepräsident und Kurienobmann niedergelassene Ärzte. 


In Facharztstellen in ganz Kärnten soll eine Investitionssumme von rund € 4,8 Millionen fließen. Dies betrifft unter anderen Fachbereiche wie die Augenheilkunde, die Dermatologie, die Innere Medizin, die Kinderheilkunde, die Urologie, die Neurologie und die Psychatrie.


Ein wichtiger Schritt für die Gesundheitsversorgung in Kärnten ist der Aufbau von Primärversorgungszentren, welche ebenfalls zum gemeinsamen Maßnahmenpaket gehören. In den nächsten Jahren werden fünf Primärversorgungszentren angestrebt. Der regionale Bedarf wird in Kooperation von Ärztekammer und Kärntner Gebietskrankenkasse erhoben, um somit eine weitere Verbesserung der medizinischen Versorgung der Kärntner Bevölkerung sicherzustellen.


„Eine vorausschauende, hochwertige Gesundheitspolitik hängt wesentlich von der Kooperation und dem Konsens der Akteure ab: Je besser und enger das Zusammenwirken der Partner ist, auf umso gesünderen Beinen kann das Gesundheitswesen stehen“, ist LHStv.in Beate Prettner überzeugt. Die Gesundheitsreferentin dankte an dieser Stelle der Kärntner Gebietskrankenkasse und der Kärntner Ärztekammer für das ausverhandelte Paket: „Mit der Ausweitung der fachärztlichen und allgemeinmedizinische Versorgung durch mehr Kassenplanstellen sowie mit dem  Aufbau von Primärversorgungszentren wird  eine optimale Gesundheitsversorgung für die Zukunft sichergestellt.“ 


v.l. KGKK-Obmann Georg Steiner, MBA, LHStv.in Dr.in Beate Prettner, KGKK-Direktor Dr. Johann Lintner, Dr.in Petra Preiss, Präsidentin der Ärztekammer für Kärnten und Dr. Wilhelm Kerber, 1. Vizepräsident und Kurienobmann niedergelassene Ärzte.

v.l. KGKK-Obmann Georg Steiner, MBA, LHStv.in Dr.in Beate Prettner, KGKK-Direktor Dr. Johann Lintner, Dr.in Petra Preiss, Präsidentin der Ärztekammer für Kärnten und Dr. Wilhelm Kerber, 1. Vizepräsident und Kurienobmann niedergelassene Ärzte.