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Hyperventilationssyndrom: Was versteht man darunter?


Hyperventilieren Die Symptome: Eine aufregende oder stressige Situation und schon kann es losgehen. Man bekommt das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen. Benommenheit, Engegefühl in der Brust oder Gefühlsstörungen stellen sich ein. Die Atmung wird immer tiefer und schneller, stoßweise stellt sich ein unrhythmisches Atmen ein, Finger und Hände beginnen zu zittern und verkrampfen sich. Im schlimmsten Fall verliert man das Bewusstsein.

Wie kommt es dazu? Hyperventilation bedeutet übermäßige Atmung, die vom Körper nicht verarbeitet werden kann. Durch die gesteigerte Lungenbelüftung kommt es zu einer Abnahme des Kohlenstoffdioxid-Partialdruckes (CO2) und einem Anstieg des pH-Wertes im Blut. Es kommt zu verschiedenen Stoffwechselreaktionen, die sich in Form von Schwindel, Benommenheit, kalte sowie feuchte Haut, Muskelkrämpfe, Bauchbeschwerden u.v.m. äußern.

Normalisiert sich die Atmung wieder, sind alle Störungen und Veränderungen rückläufig.

Hilfe im Anfall: Zu beruhigen und selbst Ruhe bewahren sowie eine Anleitung zu bewusstem langsamen Ein- und Ausatmen sind die wichtigsten Maßnahmen.
Ist dies aufgrund der Aufregung nicht möglich, ist ein Ausatmen und Rückatmen in eine Plastik- oder Papiertüte hilfreich. Durch das mehrmalige Ein- und Ausatmen der eigenen kohlenstoffdioxidhaltigen Atemluft steigt die CO2-Konzentration im Blut wieder an und die Gefäße können sich weiten, die Stoffwechselsituation normalisiert sich.