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Jetzt neu - „Wenn’s weh tut! 1450“ Die Nummer zur telefonischen Gesundheitsberatung

Rund um die Uhr, sieben Tage die Woche – die telefonische Gesundheitsberatung „Wenn’s weh tut! 1450“ wird zum Wegweiser durch das Gesundheitssystem.

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Jetzt neu: Die telefonische Gesundheitsberatung 1450 gibt es ab dem 4. November auch in Kärnten. Nach dem Vorbild anderer europäischer Länder wie Großbritannien, Dänemark oder der Schweiz wurde in Österreich eine weitere Säule im Gesundheitssystem errichtet: Die telefonische Gesundheitsberatung „Wenn’s weh tut! 1450“. Unter der Rufnummer 1450 (ohne Vorwahl aus allen Netzen) erhalten alle PatientInnen in Kärnten (bis Ende 2019 in ganz Österreich) am Telefon Empfehlungen, was Sie am besten tun können, wenn Ihnen Ihre Gesundheit oder die Ihrer Lieben plötzlich Sorgen bereitet - schnell und unbürokratisch.


Wenn mitten in der Nacht der Zahn pocht, am Sonntag der Bauch krampft oder am schönsten Nachmittag ein Insektenstich anschwillt, dann wissen Betroffene oft nicht was zu tun ist. Gesundheitliche Probleme am Wochenende oder plötzlich auftretende Symptome verunsichern die Menschen. Können die Schmerzen selbst behandelt werden, soll am nächsten Tag ein Hausarzt aufgesucht werden, ist die Behandlung durch einen Facharzt erforderlich oder ist die Notfallambulanz die beste Adresse? Hier eine kompetente Unterstützung anzubieten ist das Ziel der telefonischen Gesundheitsberatung. „Gesundheitliche Beschwerden halten sich nicht an Ordinationszeiten. Vor allem bei Kindern oder älteren Menschen beunruhigen unerwartet auftretende Symptome. In diesen Fällen wird ab 4. November die Nummer 1450, rund um die Uhr und sieben Tage die Woche, aushelfen“, erklärt Gesundheitsreferentin Dr. Beate Prettner. „Das Gesundheitssystem kennt viele Anlaufstellen. Da ist es für PatientInnen nicht immer einfach, sich zurecht zu finden. Die neue Gesundheitsberatung soll hierbei als Orientierungshilfe dienen und den effizienten Einsatz von Ressourcen erleichtern“, sagt KGKK-Obmann Georg Steiner. „‘Wenn’s weh tut! 1450‘ hilft aber gleichermaßen dabei, gefährliche Symptome richtig zu interpretieren und die Kärntner Bevölkerung an den jeweils besten Punkt der Gesundheitsversorgung  (best point of service) zu verweisen oder den Rettungsdienst bzw. Notarzt zu aktivieren, wenn es notwendig ist. So können beispielsweise unnötige Einsätze von Rettungskräften vermieden werden“, so KGKK-Bereichsdirektorin DI Elke Jenkner. 

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Ablauf der telefonischen Gesundheitsberatung

Zu Beginn eines Anrufes wird nach dem aktuellen Aufenthaltsort des/der Betroffenen gefragt und das Vorliegen eines akuten medizinischen Notfalles ausgeschlossen, oder es erfolgt sofort die Entsendung des Rettungsdienstes. In weiterer Folge wird die Konsultation durch speziell ausgebildetes, diplomiertes Gesundheits- und Krankenpflegepersonal weitergeführt. Basierend auf den geschilderten Symptomen wird in einem ausführlichen Gespräch das vorliegende Zustandsbild beurteilt. Dabei werden natürlich auch Faktoren wie Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen berücksichtigt. Die MitarbeiterInnen werden durch ein Expertensystem unterstützt. Das bedeutet, dass anhand von mehr als 200 Fragebäumen gezielt schwerwiegende und zeitkritische Krankheitsbilder identifiziert bzw. ausgeschlossen werden können und schließlich eine Empfehlung zur Art und Dringlichkeit der weiteren Vorgehensweise gegeben werden kann. Abhängig von Tageszeit und Aufenthaltsort wird dann gemeinsam mit den PatientInnen die weitere Versorgung geplant. Das kann die Entsendung eines Visitenarztes sein, die Empfehlung zur Konsultation des Hausarztes oder die Empfehlung, eine Notfallaufnahme in einem Spital aufzusuchen. 


Das Projekt wird als gemeinsame Aufgabe der Kooperationspartner Bund, Länder und Sozialversicherungsträger durchgeführt. In Kärnten ist die Notruf Niederösterreich GmbH als Expertin für Notrufnummern für den Betrieb der Gesundheitsnummer 1450 verantwortlich. Das Unternehmen betreibt bereits gesundheitsbezogene Hotlines in Niederösterreich und Burgenland. 


Nähere Informationen zur telefonischen Gesundheitsberatung finden Sie unter linkwww.1450.at.

   

PK_TEWEB_1450_2.jpg Foto v.l.n.r.: Hannes Steinberger, Projektkoordinator, LHStv. Gesundheitsreferentin Dr. Beate Prettner, KGKK-Bereichsdirektorin DI Elke Jenkner 

Fotocredits: KGKK 


Veröffentlicht am 28.10.2019