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Auslandsaufenthalt

Nehmen Sie eine Krankenbehandlung im Ausland in Anspruch, gilt es zu unterscheiden um welchen Aufenthalt es sich handelt. Man unterscheidet zwischen dem vorübergehenden Aufenthalt, wie beispielsweise Urlaub oder Auslandssemester, dem geplanten Aufenthalt zur gezielten Inanspruchnahme einer Krankenbehandlung oder dem dauernden Aufenthalt in Ihrem Wahlwohnland. 


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Vorübergehender Aufenthalt

Bei einem vorübergehenden Aufenthalt kann es sich beispielsweise um einen Urlaub oder ein Auslandssemester handeln. Benötigen Sie während dieses vorübergehenden Aufenthaltes in einem EU (EWR)-Staat, der Schweiz oder Mazedonien medizinische Hilfe, so können Sie diese in einem öffentlichen Krankenhaus oder bei einem Vertragsarzt/einer Vertragsärztin gegen Vorlage der Europäischen Krankenversicherungskarte - kurz EKVK - die sich auf der Rückseite Ihrer e-card befindet, in Anspruch nehmen. In Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Montenegro muss vor Inanspruchnahme der Leistung beim Krankenversicherungsträger des Aufenthaltsortes durch Vorlage der EKVK die Ausstellung eines entsprechenden Formulars beantragt werden. Dieses ist in weiterer Folge der Leistungserbringerin / dem Leistungserbringer vorzulegen.


Haben Sie keinen Anspruch auf eine EKVK mit einer Gültigkeitsbegrenzung, so fordern Sie bitte bei der KGKK eine EKVK-Ersatzbescheinigung an. Diese wird für die Dauer Ihres Urlaubes, längstens jedoch für 6 Monate, ausgestellt.


In Länder, mit denen Österreich ein bilaterales Abkommen abgeschlossen hat, ist ein Auslandsbetreuungsschein mitzunehmen. Dieser ist vor Beginn der Behandlung dem ausländischen Krankenversicherungsträger oder dem Leistungserbringer vorzulegen. Mit folgendem Land besteht ein bilaterales Abkommen:

  • Türkei

 

Kostenerstattung, wenn kein Auslandsbetreuungsschein mitgenommen oder dieser nicht abgegeben bzw. nicht angenommen wurde: Wurden die Kosten für ärztliche Behandlung, Medikamente usw. vom Versicherten bezahlt, gebührt, wenn alle für einen Leistungsanspruch erforderlichen Voraussetzungen gegeben sind, eine Kostenerstattung nach den Tarifsätzen der Kärntner Gebietskrankenkasse (80 % des jeweiligen Vertragstarifes) oder wahlweise nach den Tarifsätzen des betreffenden EU-/EWR-Mitgliedsstaates.


Wichtig!
Bei der Planung von Auslandsaufenthalten sollten Sie bedenken, dass die Kosten einer notfalls erforderlichen Krankenbehandlung im Einzelfall überhaupt nicht oder nur teilweise durch zwischenstaatliche Abkommen oder Verträge gedeckt sind. 


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Geplante Behandlung

Wenn Sie sich nur zum Zweck der ärztlichen Behandlung ins Ausland begeben, übernimmt die Krankenkasse nur dann die Kosten, wenn im Vorhinein die Zustimmung zur Auslandsbehandlung erteilt wurde. In diesem Fall benötigen Sie das EU-Formular "E 112" bzw. „S 2“. Damit Ihnen dieses Formular ausgestellt werden kann, müssen Sie bzw. Ihr/e BehandlerIn ein Ansuchen bei der Kärntner Gebietskrankenkasse stellen.


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Dauernder Aufenthalt

Wenn Sie ihren Wohnsitz und somit den Mittelpunkt Ihrer Lebensinteressen in einem anderen Mitgliedstaat als Österreich haben, können Sie eine  linkAuslandsbetreuung bei der KGKK anfordern. Bei erfüllen der Voraussetzungen wird ein Anspruchsnachweis ausgestellt und dem Krankenversicherungsträger im Ausland übermittelt.


Für weitere Informationen verweisen wir auf die  linkKrankenordnung der Kärntner Gebietskrankenkasse.