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Krankengeld

 


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Wer kann Krankengeld erhalten?

Krankengeld erhalten:

  • Arbeiter
  • Angestellte
  • Lehrlinge
  • Bezieher einer Leistung aus der Arbeitslosenversicherung
  • Geringfügig Beschäftigte, wenn sie eine Selbstversicherung nach § 19a ASVG abgeschlossen haben (monatliche Geringfügigkeitsgrenze = EUR 438,05)
  • Freie Dienstnehmer (gem. § 4 Abs. 4 ASVG)

 

Bitte beachten Sie, dass das Krankengeld nur als teilweiser Ersatz des entfallenden Arbeitsverdienstes anzusehen ist.


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Wie lange bekommt man Krankengeld?

Das Krankengeld wird grundsätzlich bis zu einer Dauer von 26 Wochen gewährt. Diese Anspruchsdauer erhöht sich auf 52 Wochen, wenn Sie innerhalb der letzten 12 Monate vor Eintritt des Versicherungsfalles 6 Monate zur Krankenversicherung gemeldet waren.
Über die Dauer von 26 Wochen hinaus wird das Krankengeld längstens bis zur Zustellung eines Bescheides über die Zuerkennung einer Pension (eines Vorschusses auf eine Pension) aus eigener Pensionsversicherung erbracht; fällt eine Pension aus den Versicherungsfällen der geminderten Arbeitsfähigkeit erst nach der Bescheidzustellung an, weil der Versicherte die Tätigkeit, auf Grund welcher er als invalid (berufunfähig, dienstunfähig) gilt, nicht aufgegeben hat, wird das Krankengeld bis zu dem Tag geleistet, an dem die Pension angefallen ist.


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Wie hoch ist das Krankengeld?

Wie hoch ist das Krankengeld grundsätzlich?

Das Krankengeld gebührt ab dem 4. Tag der Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit und beträgt

  • ab dem 4. Tag der Arbeitsunfähigkeit............. 50% der Bemessungsgrundlage und
  • ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit........... 60% der Bemessungsgrundlage.

Bemessungsgrundlage ist der auf den Kalendertag entfallende beitragspflichtige Arbeitsverdienst, der Ihnen im Monat vor dem Ende des vollen Entgeltanspruches gebührt hat. Sonderzahlungen (wie z.B. Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld) werden in Form eines prozentuellen Zuschlages berücksichtigt.

Familienzuschlag zum Krankengeld

Ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit gebührt auf Antrag ein Familienzuschlag zum Krankengeld. Voraussetzung ist,  dass Sie mindestens einen Angehörigen haben der über kein eigenes Einkommen verfügt. Weiters darf auch Ihr Partner über kein eigenes Einkommen verfügen. Der Familienzuschlag zum Krankengeld gebührt im Ausmaß von zusätzlich 10% der Bemessungsgrundlage. 

Wie hoch ist das Krankengeld für Selbstversicherte bei geringfügiger Beschäftigung?

Personen mit einem monatlichen Gesamteinkommen unter der Geringfügigkeitsgrenze von derzeit EUR 438,05, die eine Selbstversicherung gemäß § 19a ASVG abgeschlossen haben, gebührt ab dem 4. Tag einer Arbeitsunfähigkeit ein tägliches Krankengeld von EUR 5,24

Wie hoch ist das Krankengeld für Bezieher einer Leistung aus der Arbeitslosenversicherung?

Bezieher einer Leistung aus der Arbeitslosenversicherung erhalten ein Krankengeld in der Höhe des letzten Leistungsbezuges aus dieser Versicherung.


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Auszahlung des Krankengeldes

Grundsätzlich wird das Krankengeld während der Dauer der Arbeitsunfähigkeit 4 - wöchentlich im Nachhinein angewiesen.

Die Auszahlung des Krankengeldes erfolgt "grundsätzlich unbar" mit Bank- oder Postüberweisung.

Legen Sie für die Krankengeldanweisung bei Anstaltspflege eine Aufenthaltsbestätigung sowie bei einer Arbeitsunfähigkeitsmeldung durch das Allgemeine Unfallkrankenhaus eine laufende Behandlungsbestätigung bzw. Arbeitsfähigkeitsmeldung vor.

Für weitere Informationen verweisen wir auf die Krankenordnung  und die  Satzung der Kärntner Gebietskrankenkasse.


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Informationen zu Lohnsteuer im Zusammenhang mit Krankengeld

Nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes ist das Krankengeld lohnsteuerpflichtig. Das tägliche Krankengeld ist bis zu einem Betrag von EUR 30,00 steuerfrei.

 

Gebührt ein höheres tägliches Krankengeld, so ist nur für den über EUR 30,00 hinausgehenden Betrag eine Lohnsteuer von 25 % zu leisten. Der lohnsteuerpflichtige Anteil des Krankengeldes wird von den Kassen direkt an die Finanzämter abgeführt. Krankengeldbezüge aufgrund einer Leistung nach dem Arbeitsmarktservice (z.B. Arbeitslosengeld, Notstandshilfe) sind in jedem Fall lohnsteuerfrei. Auf der Auszahlungsbestätigung der Gebietskrankenkasse wird der als Lohnsteuer einbehaltene Betrag deutlich erkennbar ausgewiesen.

 

Achtung: Bei der Arbeitnehmerveranlagung werden vom Finanzamt sämtliche steuerpflichtige Bezüge - somit auch das Krankengeld - herangezogen und neu berechnet. 

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Ruhen des Krankengeldes

Der Anspruch auf Krankengeld ruht,

  • solange die Arbeitsunfähigkeit dem Versicherungsträger nicht gemeldet ist;
  • solange der Versicherte aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen Anspruch auf Weiterleistung von mehr als 50 % der vollen Geld- und Sachbezüge vor dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit hat; besteht ein Anspruch auf Weiterleistung von genau 50 % dieser Bezüge, so ruht das Krankengeld zur Hälfte; Folgeprovisionen gelten nicht als weitergeleistete Bezüge, hingegen können einmalige Abschluss- und Subvertreterprovisionen (Gebietsvertreter) während der Arbeitsunfähigkeit das Krankengeld zum Ruhen bringen;
  • solange dem Versicherten vom Dienstgeber eine Urlaubsentschädigung bzw. Urlaubsabfindung oder eine Kündigungsentschädigung gewährt wird;
  • solange dem Versicherten ein Übergangsgeld gewährt wird;
  • solange der Versicherte Zivildienst im Sinne des Zivildienstgesetzes leistet;
  • solange der Versicherte den Präsenzdienst im Sinne des Wehrgesetzes leistet
  • oder als Zeitsoldat in der Krankenversicherung teilversichert ist.