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Solidarität allgemein


Die Sozialversicherung ist eine mit öffentlich-rechtlichem Pflichtcharakter ausgestattete Solidareinrichtung zur Absicherung der wirtschaftlichen Existenz des Einzelnen und seiner Familie bei Eintritt bestimmter Ereignisse wie zum Beispiel Krankheit, Unfall, Erwerbsunfähigkeit, Alter und Tod.

Zur Finanzierung dieser wirtschaftlichen Absicherung ist die Bildung von möglichst großen Riskengemeinschaften erforderlich, weil so die auf den Einzelnen entfallenden Kosten niedrig gehalten werden können. Die notwendigen Mittel zur Finanzierung werden im Wesentlichen durch periodisch wiederkehrende Beiträge der an der Schadensgefahr Beteiligten aufgebracht.

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Solidaritätsprinzip

Die gesetzliche Krankenversicherung in Österreich beruht auf dem Solidaritätsprinzip. Unter Solidarität versteht man den Ausgleich zwischen Gesunden und Kranken, Jungen und Alten, kinderreichen Familien und Alleinstehenden, besser und schlechter Verdienenden, Erwerbstätigen und Pensionisten. Es gibt keine Riskenauslese, keine Altersgrenze und auch keine Kündigung des Versicherungsschutzes wegen zu hoher Leistungen.

Jeder Anspruchsberechtigte kann darauf vertrauen, dass er eine gleich gute medizinische Versorgung mit allen erforderlichen Untersuchungen und Behandlungen erhält, die für eine Wiederherstellung seiner Gesundheit - oder wenn dies nicht möglich ist - für die Linderung seiner Leiden oder die Besserung seines Zustandes notwendig sind, und zwar unabhängig davon, ob er viel oder wenig verdient, ob er hohe oder niedrige Beiträge zu bezahlen hat.

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Soziale Sicherheit

Die Soziale Sicherheit der Gesellschaft ist die Basis für eine stabile, demokratische Grundordnung eines Landes. Sie ist das Fundament für Stabilität und Wohlstand. Die Leistungen der gesetzlichen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung decken im System der Sozialen Sicherheit den größten Bereich ab.

Als weitere Systeme der Sozialen Sicherheit sorgen die Arbeitslosenversicherung, die Sozialhilfe (für Personen in Notlage ohne anderweitigem Leistungsanspruch) sowie die staatliche Versorgung (Kriegsopferversorgung, Opferfürsorge, Pflegevorsorge, Versorgung von Verbrechensopfern usw.) für die Absicherung der Grundbedürfnisse der Mitglieder der Gesellschaft.