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Finanzierungsidee


Die Sozialversicherung erzeugt keine Güter im üblichen Sinn, sie erbringt Dienstleistungen. Diese Dienstleistungen sind in den drei Versicherungszweigen - Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung - unterschiedlich und werden in Form von Sachleistungen und/oder Geldleistungen erbracht. Die Krankenkasse gewährt in der Regel Leistungen nur an Beitragszahler und deren großteils beitragsfrei mitversicherten Angehörigen (beitragsfinanziertes System). Zur Finanzierung dieser Leistungen werden die in der selben Periode eingehenden Beitragszahlungen herangezogen (Umlageverfahren). Beim Umlageverfahren werden - sieht man von geringen Schwankungs- bzw. Liquiditätsreserven ab - keine Kapitalstöcke gebildet.

Die zu entrichtenden Krankenversicherungsbeiträge orientieren sich an der Einkommenssituation des Versicherten. Die Beitragshöhe ist unabhängig von individuellen Risiken wie Alter oder Erkrankungsrisiko. Der Finanzierungsspielraum in der KV richtet sich daher nach dem Lohn (Gehalts)- und Beschäftigungswachstum. Die Höhe des Beitrages ist gesetzlich geregelt und beträgt für Arbeiter und Angestellte 3,87 % vom monatlichen Erwerbseinkommen. Der Dienstgeberanteil beläuft sich jeweils auf 3,78 % für Arbeiter und Angestellte. Beiträge sind allerdings nur bis zur Höchstbeitragsgrundlage zu leisten. Diese wird jährlich gesetzlich angepasst und beträgt derzeit EUR 4.860,00 monatlich.