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Anspruch auf Wochengeld

Weibliche Versicherte und anspruchsberechtigte Angehörige erhalten aus dem Versicherungsfall der Mutterschaft ärztlichen Beistand (Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen), Hebammenbeistand und Beistand durch diplomierte Kinderkranken- und Säuglingsschwestern, Heilmittel und Heilbehelfe sowie Pflege in einer Krankenanstalt (Entbindungsheim) als Sachleistung.

Werden keine Vertragspartner in Anspruch genommen, so gebührt ein Ersatz in Höhe von 80 % der tarifmäßigen Kosten bzw. ein Kostenzuschuss. Diese Leistungen sind auch bei mehrfacher Versicherung nur einmal zu gewähren.

Für weitere Informationen verweisen wir auf die Krankenordnung und die Satzung der Kärntner Gebietskrankenkasse.


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Weiblichen Versicherten gebührt für die letzten acht Wochen vor der voraussichtlichen Entbindung, für den Tag der Entbindung und für die ersten acht Wochen nach der Entbindung ein tägliches Wochengeld. Mütter nach Mehrlings-, Früh- oder Kaiserschnittgeburten erhalten nach der Entbindung das Wochengeld für zwölf Wochen.

Ferner erhalten Dienstnehmerinnen das Wochengeld vor und nach der Entbindung für jenen Zeitraum, während dessen Versicherte nach den Vorschriften des Mutterschutzrechtes aufgrund eines Zeugnisses eines Arbeitsinspektionsarztes (Amtsarztes) nicht beschäftigt werden dürfen, weil Leben oder Gesundheit von Mutter oder Kind bei Fortdauer einer Beschäftigung gefährdet wäre.

Die vorerwähnte Regelung gilt auch für Bezieherinnen einer Leistung nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz (AlVG) oder nach dem Karenzgeldgesetz (KGG).

Die Arbeit- und Entgeltsbestätigung für Wochengeld ist vom Arzt bezüglich des voraussichtlichen Entbindungstages und vom Dienstgeber hinsichtlich des Arbeitsverdienstes usw. auszufertigen und sodann an die Kasse (Zentrale oder zuständige Außenstelle) zu übersenden bzw. abzugeben.

Bei vorzeitiger Wochenhilfe aufgrund eines Beschäftigungsverbotes ist auch das Zeugnis des Arbeitsinspektions- bzw. Amtsarztes beizuschließen.

Für weitere Informationen verweisen wir auf die Krankenordnung der Kärntner Gebietskrankenkasse.

Das Wochengeld gebührt Pflichtversicherten sowie den der Pflichtversicherung unterliegenden mehrfach geringfügig beschäftigten Dienstnehmerinnen (Einkommen über der Geringfügigkeitsgrenze) und solchen, die neben einer Vollversicherung eine oder mehrere geringfügige Beschäftigungen ausüben, in der Höhe des auf den Kalendertag entfallenden Teiles des durchschnittlichen in den letzten drei Kalendermonaten vor dem Eintritt des Versicherungsfalles der Mutterschaft gebührenden Arbeitsverdienstes, vermindert um die gesetzlichen Abzüge (Nettobezug).

Sonderzahlungen sind bei der Bemessung des Wochengeldes in der Weise zu berücksichtigen, dass der ermittelte Nettoarbeitsverdienst um einen entsprechenden Prozentsatz (14 %, 17 % oder 21 %) erhöht wird. Die Höhe des täglichen Wochengeldes beträgt bei Beziehern einer Leistung nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz und dem Karenzgeldgesetz den um 80 % erhöhten täglichen Leistungsbezug.

Wer erhält Wochengeld nach einem festen Betrag?

Selbstversicherten geringfügig beschäftigten Dienstnehmerinnen gebührt generell ein tägliches Wochengeld im Ausmaß der Teilzeitbeihilfe nach dem gewerblichen Sozialversicherungsgesetz (GSVG) von derzeit EUR 8,91.


Für weitere Informationen verweisen wir auf die Krankenordnung und die Satzung der Kärntner Gebietskrankenkasse.