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Rehabilitation


  Therapie-Rehabilitation Die medizinische Rehabilitation schließt optimalerweise an die akutmedizinische Versorgung an und steht mit dieser in ursächlichem und zeitlichem Zusammenhang.
Generelles Rehabilitationsziel ist es, Patienten wieder in die Lage zu versetzen, möglichst ohne fremde Hilfe ein eigenständiges Leben zu führen, einen Beruf auszuüben oder eine Ausbildung absolvieren zu können. Es gilt, behinderungsbedingte Pensionierungen und Pflegebedürftigkeit zu verhindern oder zumindest aufzuschieben. Rechtsanspruch auf Rehabilitation ist nicht gegeben.

Phasenmodell der Rehabilitation:

Phase I:
Frühmobilisation im Akutkrankenhaus.

Phase II:
Die Phase II erfolgt zumeist stationär im Anschluss an das Akutkrankenhaus (Anschlussheil- verfahren). Eine Alternative wäre teilstationäre Rehabilitation.

Phase III:
Die Phase III dient der Stabilisierung der in Phase II erreichten Effekte sowie der langfristigen positiven Veränderung des Lebensstils zur Vermeidung neuer Erkrankungen im Rahmen einer wohnortnahen Rehabilitation in entsprechenden Einrichtungen (derzeit ambulante kardiologische Rehabilitation).

Phase IV:
Diese Phase bezeichnet die langfristige Nachsorge (ambulant wie auch zu Hause), die ohne ärztliche Aufsicht erfolgen kann und dient der Verbesserung und Festigung der erzielten Effekte.

Leistungszuständigkeit:

  • Die Unfallversicherungsträger treffen Vorsorge für die Rehabilitation, wenn der Grund für die Behinderung ein Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit ist.
  • Die Pensionsversicherungsträger führen Maßnahmen der Rehabilitation durch, wenn die Behinderung ohne die Gewährung von Leistungen der Rehabilitation voraussichtlich zu Invalidität, Berufsunfähigkeit oder Erwerbsunfähigkeit führen würde oder bereits dazu geführt hat.
  • Die Krankenversicherungsträger führen Maßnahmen der Rehabilitation in ergänzender Zuständigkeit durch. Damit soll auch für die stationäre medizinische Rehabilitation der mitversicherten Angehörigen sowie der in der Pensionsversicherung nicht oder nicht mehr Anspruchsberechtigten gesorgt werden.


Antragsverfahren:

Die Maßnahmen der medizinischen Rehabilitation sind bei einem Pensionsversicherungs- oder Unfallversicherungsträger zu beantragen, die den Antrag unverzüglich an den zuständigen Krankenversicherungsträger weiterzuleiten haben, soweit sie diese Maßnahmen nicht selbst gewähren.

Den Antrag stellt der/die Patient/in. Der Arzt/die Ärztin begründet auf der Rückseite des Antragsformulars die medizinische Notwendigkeit.

Kosten:
Für die Rehabilitation ist, gestaffelt nach dem monatlichen Bruttoeinkommen, eine Zuzahlung für 28 Tage im Kalenderjahr zu leisten. Die Höhe der Zuzahlung beträgt

  • bei einem monatlichen Bruttoeinkommen von über EUR 882,78 bis EUR 1.464,16 pro Verpflegstag EUR 7,78.
  • bei einem monatlichen Bruttoeinkommen über EUR 1.464,16 bis EUR 2.045,55 pro Verpflegstag EUR 13,33 sowie
  • bei einem monatlichen Bruttoeinkommen über EUR 2.045,55 pro Verpflegstag EUR 18,90.

Ausgenommen von der Zuzahlung sind jene Personen, deren monatliche Bruttoeinkünfte EUR 882,78 nicht übersteigen.